Fragenkultur – Wie man vermeidet den Fokus zu verlieren

Fokus nicht zu verlieren und produktiver Arbeiten im Team. Wer will dass nicht. Die Wirklichkeit sieht dagegen meist anders aus.

Man nimmt an einem Team-Meeting teil, und es wird viel diskutiert. Es geht irgendwie nicht weiter und man dreht sich immer im Kreis.

Man arbeitet an einem Thema und scheint sich in Details zu verlieren oder ist überwältig von der Informationsflut.

Die Ursache liegt meist dann daran, dass man den Fokus verloren hat. Den Fokus verlieren bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man den Ausgangspunkt aus dem Blickwinkel verliert.

Um diesem zu entgegnen, habe ich für mich eine einfache Methodik entwickelt.

Die Methodik nenne ich gerne #piat@feedback

Im Mittelpunkt der Methodik #piat@feedback, steht das Stellen von essentiellen Fragen (näheres zu Fragen, siehe mein vorheriger Beitrag zur Fragenkultur.

Definiere den Fokus

Zunächst gilt es zu definieren, was alles ein Haupt-Fokus sein kann.
Die 5 wichtigsten Perspektiven sind herbei:

  1. Betrachte ich ein Problem, um die Ursachen zu verstehen
  2. Suche ich nach einer Idee für die Lösung eines Problems
  3. Möchte ich eine Lösungsidee weiter ausarbeiten und die Lösung dann umsetzen
    4.Bin ich gerade dabei etwas zu validieren oder zu verifizieren
  4. Oder geht es darum, Feedback einzuholen

Abbildung: Den Fokus im Fokus haben

Was beinhalten die verschieden Perspektiven?

Perspektive – Problem verstehen

Bei der Problem-Perspektive stehen alle Fragen im Vordergrund, um einen tieferes Verständnis und Wissen über ein Problem und deren Ursache zu erhalten. Typische Fragen sind zum Beispiel:

  1. Was ist das Problem?
  2. Warum stellt sich das Problem?
  3. Wie wichtig / relevant ist das Problem?
  4. Was sind die Auswirkungen und Risiken, wenn wir uns nicht um das Problem kümmern?
  5. Betrachten wir denn das richtige Problem?

Die Erwartung dabei ist, dass die Antworten auf die Fragen uns ein tieferes Wissen über das Problem vermittelt. Denn erst wenn wir ein Problem genau verstanden haben, können wir eine angemessene Lösung finden und entwickeln.

Das Problem im Fokus
Abbildung: Das Problem im Fokus haben

Perspektive – Ideen entwickeln

Bei der Idee-Perspektive geht es um das Finden einer angemessenen Lösung für ein wohldefiniertes Problem. Voraussetzung ist somit, daß ein angemessenes Verständnis des Problem vorhanden und definiert ist.
Hierbei stehen alle Fragen im Vordergrund, die dazu beitragen Ideen zu finden und zu entwicklen (Ideen-Findungsphase) . Typische Fragen sind zum Beispiel.

  1. Welche Lösungen gibt es?
  2. Wie könnte eine Lösung aussehen?
  3. Wie sollte eine Lösung sein, das Problem auf keinen Fall löst?
  4. Welche funktionalen Anforderungen muss eine Lösung erfüllen?
  5. Welche Eigenschaften muss eine Lösung haben?
  6. Wie gut muss die Lösung die Eigenschaften erfüllen?
Die Idee im Fokus haben
Abbildung: Die Idee im Fokus haben

Perspektive -Lösung ausarbeiten

Bei der Ausarbeitungs-Perspektive geht es darum, eine Lösung im Detail zu beschreiben. Hierbei gilt es zu hinterfragen, wie die Lösungen aussehen sollen und ob diese Lösung angemessen und handhabbar ist. Typische Fragen hierbei sind:

  1. Welche Komponenten werden benötigt?
  2. Wie sehen die Schnittstellen aus?
  3. Welche Technologien sollen zum Einsatz kommen?
  4. Wie könnte der Workflow aussehen?
  5. Welche organisatorischen Maßnahmen sind notwendig?
  6. Welche Ressourcen werden benötigt?
  7. Welche administrativen Aufgaben sind damit verbunden?
  8. Wie sieht die Lösung im Detail aus?

Um verschiedene Optionen nicht vorzeitig zu verwerfen, haben sich Was, wäre wenn wir …. Fragen bewährt. Solche Fragen sind hypothetisch und bauen Barrieren ab, über eine Option nachzudenken.

Unter Komponenten werden hier alle Elemente wie Software, Hardware, Ressourcen, Systeme, Berechtigungen, Abläufe usw. verstanden, die zur Lösung des Problem benötigt werden.

Ausarbeiten im Fokus
Abbildung: Das Ausarbeiten im Fokus haben

Perspektive – Lösung testen, alles kommt auf den Prüfstand

Bei der Test-Perspektive geht es darum, wie die erarbeiteten Ergebnisse überprüft werden können, das Ergebnis somit belastbar ist.

Typische Fragen hierbei sind:

  1. Was sind die Erfolgs-Kriterien?
  2. Wie kann ich die Kriterien prüfen?
  3. Welche quantitativen Kriterien können angewendet werden?
  4. Welche Skala ist anzuwenden?
  5. Wie sind die Kriterien zu gewichten?
  6. Welche Risiken gibt es?
  7. Wie sind diese Risiken zu bewerten?
Testen im Fokus
Figure:Testen im Fokus haben

Perspektive – www.feedback – wie denken andere

Bei der Feedback-Perspektive geht es darum, sich Meinungen anderer einzuholen und deren Einschätzung zu bewerten. Dies ist notwendig, um Sachverhalte besser bewerten zu können.

Hierbei ist es wichtig, das Feedback von der richtigen Zielgruppe einzuholen. Die richtige Zielgruppe ist die Personengruppe, die mindesten eine der folgenden Fähigkeiten besitzt:

  • Fachliche Vorkenntnisse besitzen
  • Technologisches Kenntnisse besitzen
  • Methodische Kenntnisse besitzen
  • alle, die direkt oder indirekt von der Umsetzung betroffen sind

Aus dieser kleinen Auflistung wird ersichtlich, dass es nicht nur eine Zielgruppe gibt. Vielmehr ist die Auswahl der Zielgruppe für das Einholen von Feedback, abhängig von der jeweiligen Perspektive und deren Ergebnisse.

Feedback im Fokus
Figure:Feedback im Fokus haben

Wie wendet man dies in der Praxis an?

Für das Betrachten der unterschiedlichen Perspektiven bieten sich in der Praxis folgende Optionen an

  1. Es werden unterschiedliche Personen benannt, die sich am besten in den verschiedenen Perspektiven auskennen. Sogenannte Subject-Matter-Experts oder kurz SMEs.
  2. Ein und der selbe Personenkreis versucht sich mental in getrennten Sitzungen in die verschiedenen Perspektiven hineinzuversetzen. Ähnlich der Walt-Disney-Methode

Da es Menschen im allgemeinen schwerfällt, sich mental in eine Perspektive dauerhaft hinein zu versetzten, bietet es sich an, für die einzelnen Perspektiven eine separate räumliche Umgebung zu schaffen. Dies erfolgt am einfachsten, in dem man getrennte Räume schafft, in die man sich begibt und entsprechend der Perspektive eingerichtet sind. Am besten ist es somit, wenn man sich auch physikalisch in einem solchen Raum befindet.

Die nachfolgende Abbildung zeigt, einen Grundriss mit verschiedenen Räumen. Jeder Raum steht für einen Fokus bzw. Perspektive. Wenn man sich in einem der Räume befindet, liegt der Fokus auf dem Fokus des Raumes.

denken in Räumen
Abbildung: Das Denken in Fokus-Räumen

Wie werden die Räume genutzt

Bei der Nutzung des Räume geht darum, mit dem Problem-Raum zu beginnen und anschliessend in andere Räume zu wechseln. Wichtig ist dabei, das jeder Raumwechsel über den Feedback-Flur erfolgt. Sofern notwendig, kann man aus dem Feedback-Flur wieder in den Ausgangsraum zurück gehen, sofern dies notwendig erscheint.

Nachfolgende Abbildung stellt ein solches Szenario bildlich dar.

Abbildung :  Ein Szenario 

Sowohl der mentale als auch der physikalische Wechsel in einen eigenen Raum ist ungemein hilfreich den Fokus zu behalten.

Die Ausgestaltung der physikalischen Räume sollte so erfolgen, daß der jeweilige Raum mit technischen Hilfsmittel und dem entsprechenden Ambiente den jeweiligen Fokus des Raumes unterstreicht.

Ein Szenario nach dem klassischen Wasserfall  Model  würde sich wie folgt beschreiben lassen.

Szene Wasserfall

Abbildung: Szenario – Wasserfall

Ich hoffe, der Beitrag hat Sie dazu inspiriert, dies selbst auszuprobieren. Hierbei wünsche ich Ihnen viel Erfolg, und ich hoffe Sie haben auch Spaß dabei.

Katgeorie:Methodik, VisualPedia | Kommentare deaktiviert für Fragenkultur – Wie man vermeidet den Fokus zu verlieren

Entwicklungsumgebung Maven&Eclipse

Maven-Eclipse Senario
Maven-Eclipse Senario

In diesem Beitrag habe ich einmal dargestellt, wie eine Entwicklungsumgebung aussehen könnte, bei der folgende Aspekte im Vordergrund stehen:

  1. Entwickler sollen nur 3rd Party Komponenten verwenden dürfen, die für die Firma/das Projekt freigegeben sind.
  2. Entwickler sollen bei der Eclipse RCP Plugin Entwicklung nur Abhängigkeiten zu freigegebenen/zugelassenen Plugins haben dürfen.  Bestehen Abhängigkeiten zu anderen Plugins, so soll es nicht notwendig sein diese selbst zu erstellen. Ein Entwickler/rin braucht nur sein/ihr eigenes Plugin zu „builden“. Firmen-eigene Plugin sind ebenfalls in einem „Enterprise Eclipse Plugin“ Depot abgelegt.
  3. Eigener Source Code liegt wie üblich in einem Source Code Depot.
  4. Ein „Daily Build“ eines Produktes wird automatisch auf einem „Continious Integration Build Server“ gebaut.
  5. Nach einer „Release QA“ Phase werden  offizielle Produkte in einem firmen-eignen App-Store/Marketplace zu Verfügung gestellt.

Um die Darstellung möglichst übersichtlich zu halten, wurde auf einige Querverweise/Verbindungen verzichtet. Der Focus liegt auf der Verdeutlichung der Idee. Detailfragen können in einer eigenen Detailansicht  geklärt und beschrieben werden.

 

 

Katgeorie:Idee, Methodik, VisualPedia | Kommentare deaktiviert für Entwicklungsumgebung Maven&Eclipse

Innovationskultur

In diesem Beitrag habe ich einige Skizzen und Gedanken zum Thema „Innovationskultur“ zusammengestellt.

Die drei wesentlichen Aspekte für eine erfolgreiche Innovationskultur sind:

  • Probleme sehen und identifizieren.
  • Innovative Lösungen für ein Problem finden.
  • Ausarbeitung der Idee. Dies bedeutet, das Erarbeiten einer realen Lösung (Produkt, Prozess, Dienstleistung) für das jeweilige Unternehmen.
Innovation - Page 2
Aktivitäten & Innovationskultur

 

Für die Innovationskultur eines Unternehmens bedeutet dies:

  • Etablieren einer Kultur zur Problemerkennung
  • Etablieren einer Kultur zur Ideen/Lösungsfindung
  • Prozess zur Evaluierung einer Idee (Business Lab)

Für mich stellt sich dabei folgende Frage:

Entsprechen diese drei Aspekte nicht genau den Phasen, die ein Startup-Unternehmen durchläuft, wenn es um die Entwicklung der Geschäftsidee geht?

Ich denke schon.

Für das Etablieren einer nachhaltigen Innovationskultur in einem Unternehmen sehe ich daher folgende Ansatzpunkte:

  • Etablieren einer aktiven Community zum Entdecken  von potentiellen Problemen (Produkt, Dienstleistungen, Prozessen), für die eine innovative Lösung sinnvoll scheint.
  • Bereitstellen einer Plattform zum Festhalten  der potentiellen Problemfelder.
  • Etablieren einer aktiven Community, die kreative Ideen zu den jeweiligen Problemfeldern entwickelt.
  • Bereitstellen einer Plattform zum Festhalten und Diskutieren von potentiellen Ideen.
  • Etablieren eines Prozesses, der die Ideen analysiert, bewertet und letztendlich auswertet und festlegt, welche Idee(n) umgesetzt werden sollen.
  • Am Ende der Prozessschritte sehe  ich die Notwendigkeit eines Business Labs. Die Aufgabe des Business Labs ist es, sich detailliert Gedanken zu machen, um zu prüfen WIE eine Idee in ein gewinnbringendes „Business Model“   umgesetzt werden könnte.  Ich nenne es deshalb Business Lab, weil es letztlich darum geht, auszuprobieren, wie ein Business Model funktionieren könnte.

 

Katgeorie:Idee, Innovation, VisualPedia | Kommentare deaktiviert für Innovationskultur

Mein Manifest …

  1. Wer gestikulieren kann, kann auch zeichnen. <Quelle: unbekannt>
  2. Je menschlicher ein Bild ist, desto menschlicher sind die Reaktionen. <Quelle: Dan Roam>
  3. Unsere Lösung ist nur so gut, wie die Bereitschaft anderer, sie zu unterstützen. <Quelle: Dan Roam>
  4. Wann immer ich bei der Arbeit ein Bild verwenden kann, tue ich es. < Quelle: Dan Roam>
  5. Wenn Bilder mehr sagen als tausend Worte, warum lassen wir dann nicht Bilder sprechen . – Last Bilder sprechen <Quelle: Reinhold Jäkle>
  6. Die Bereitschaft unserer Zielgruppe, ein ausführliches Bild zu betrachten, verhält sich proportional zu ihrer Erfahrung mit dem Thema. < Quelle: Dan Roam>

 

Katgeorie:VisualPedia | Kommentare deaktiviert für Mein Manifest …

Warum visuelle Kommunikation

Hier habe ich mal eine kleine Skizze erstellt, warum visuelle Kommunikation helfen kann komplexe Problem zu meistern

 Wer Probleme am besten darstellen kann, kann sie auch am besten lösen!

warum

Katgeorie:VisualPedia | Kommentare deaktiviert für Warum visuelle Kommunikation

Meine VisualPedia

kopfzeile.png

Meine VisualPedia ist eine Sammlung  von Graphiken, Diagrammen, Skizzen und Postern zu IT Themen, Innovation und Visuelle Kommunikation in Projekten. Sie sollen als Anregung dienen und motivieren eigene Zeichnungen und Skizzen zu erstellen.

Der Aha Effekt
Der Aha Effekt

Die VisualPedia stellt damit so etwas wie „mein Blog“ dar. Der Unterschied ist nur, dass ich Bilder sprechen lasse und versuche so wenig wie möglich Text zu verwenden. Die Bilder und Skizzen sollen inspirieren, zu eigenen Gedankengängen und zum Weiterdenken anregen.

Katgeorie:VisualPedia | Kommentare deaktiviert für Meine VisualPedia